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Wertschätzung & Sichtbarkeit

Warum wir so sehr gesehen werden wollen – und was es mit Selbstverantwortung und Freiheit zu tun hat


Was steckt eigentlich hinter diesem Riesenwunsch nach Anerkennung, nach Gesehenwerden, nach Wertschätzung – und gleichzeitig hinter dieser großen Angst vor Sichtbarkeit? Also vor dem Sich-Zeigen, authentisch zu sein und für sich einzustehen? Genau darüber möchte ich heute hier schreiben und mit dir nachdenken!


Blume
Sehnsucht nacht Wertschätzung, Angst vor Sichbarkeit

Diese Sehnsucht, endlich gesehen zu werden


Du kennst diese Situationen aus deinem Alltag vermutlich gut: Du wünschst dir nichts sehnlicher, als gesehen zu werden. Anerkennung zu bekommen für das, was du leistest, was du tust, was du trägst.

Vielleicht in deiner Familie, wenn du die bist, die alles zusammenhält. Die Ordnung und Struktur schafft, alle Termine und Pläne im Kopf hat und dahinter ist, dass alles umgesetzt wird.

Oder im Job: Du bist die, die an wichtige Dinge denkt, Dinge strukturiert und ordentlich erledigt, dich einsetzt, Überstunden macht oder noch etwas übernimmt – für Kolleg:innen. Und du hast den Eindruck: Keiner sieht es.

Und dann ist da diese große Sehnsucht nach Wertschätzung – in welcher Form auch immer. Vielleicht als Handlung (Blumen, eine kleine Geste), vielleicht, dass es einfach mal gesagt wird. Oder dass dich mal jemand fragt: „Was brauchst du eigentlich?“


Meine These, die vielleicht ein bisschen „reibt“


Was mich daran beschäftigt: Woher kommt diese große Sehnsucht, dass wir für das, was wir tun, unbedingt gesehen werden möchten? Ich weiß nicht, wo mich mein eigener Gedankenflow heute hinbringt – aber ich möchte eine These zugrunde legen: Jeder Mensch hat in jedem Moment, in jeder Sekunde seines Lebens die Möglichkeit, frei zu entscheiden, was er als Nächstes tun wird, sagen wird, denken wird und auch fühlen wird.

Das heißt: Ich bin für jede Handlung, für alles, was ich mache, selbst verantwortlich. Und wenn ich mich entscheide, Dinge zu tun – sei es „Ich helfe dir da noch“, „Ich übernehme noch etwas“, oder ich bin zu Hause die Strukturgeberin – dann sind das Handlungen, die ich setze. Und ich behaupte jetzt mal (und vielleicht triggert dich das): Alles, was du tust, tust du in Wirklichkeit freiwillig.

Ja: Manchmal ist der Korridor dessen, wofür oder wogegen du dich entscheidest, eng. Und gleichzeitig hast du in jedem Moment eine Wahl getroffen – für das, was du machst.


Brauche ich Wertschätzung wirklich „von außen“?


Ich erlebe in meinem Umfeld und in Seminaren immer wieder Folgendes: Wir schauen auf eine Situation, einen Trigger, ein Beispiel – und wenn wir fragen „Welches Bedürfnis ist bei dir nicht erfüllt?“, dann kommt sehr oft: Wertschätzung.

Und ich bin da ein bisschen kritisch. Nicht weil Wertschätzung nicht wunderschön ist – natürlich ist sie das. Sondern weil ich mich frage: Braucht es sie immer von außen? Warum wollen wir so sehr, dass andere super finden, was wir machen? Warum wollen wir unbedingt gesehen werden? Reicht es nicht, bewusst zu handeln – so, dass die Entscheidung, das zu tun, was ich tue, mich innerlich rund und zufrieden macht, weil ich weiß, welches Bedürfnis ich mir damit erfülle und wofür ich stehe?

Und wenn du jetzt sagst: „Ja, aber ich kann ja nicht anders“ – „Ich muss das machen“ – „Es gibt sonst niemanden“ – „Die anderen brauchen das“ … dann lade ich dich ein, mal kurz die innere Pausentaste zu drücken und hinzuschauen: Ist das wirklich so? Wo ist dein Raum für Selbstbestimmung? Wo wählst du?


Der Perspektivenwechsel: Was erfüllst du dir eigentlich damit?


Und jetzt kommt für mich ein Schlüssel: Frag dich mal nicht zuerst „Warum kriege ich keine Anerkennung?“, sondern: Warum tue ich das eigentlich? Und: Welches Bedürfnis erfülle ich mir damit?

Denn wenn dir klar ist: Wir agieren immer für UNS selbst (auch wenn wir „für andere“ etwas tun) – dann kannst du aus dieser Abhängigkeit rauskommen. Wenn es den anderen gut geht, wirkt sich das meistens positiv auf uns aus. Aber eigentlich tun wir vieles, weil wir uns damit etwas erfüllen: Beitragen, Kooperation, Effizienz, Ordnung, Teamgeist, Zugehörigkeit, Sinn …

Und dann wird der Wunsch nach äußerer Anerkennung verstummen. - weil du deine Selbstbestimmung spürst.


Beispiel: „Das Essen schmeckt mir nicht“

Ein Beispiel aus einem Seminartag: Etwas ganz Banales – der Partner kritisiert, dass ihm das Essen nicht schmeckt. Und dann kommt oft innerlich dieser Wunsch: „Jetzt hätte ich mir Wertschätzung gewünscht!“

Und dann habe ich gefragt: Was ist denn da wirklich dahinter? Warum kochst du überhaupt?

Und da kam sowas wie: „Weil ich halt kochen muss. Wer kocht denn sonst? Ich bin halt dafür zuständig.“

Okay. Und wenn du das übernommen hast – was erfüllst du dir dann mit dem Kochen?Ganz oft ist die Antwort: Beitragen. Zum Wohlbefinden beitragen. Genuss ermöglichen. Freude schenken. Und wenn sich jemand Mühe macht, ausprobiert, sich Gedanken macht – dann liegt in diesem Tun bereits die Erfüllung dieses Bedürfnisses.

Wenn dann „Das schmeckt mir nicht“ kommt, könnte sich in dir zeigen: „Wow, das macht mich traurig, weil ich so gerne beitragen wollte – zu unserem Genuss, zu unserem Wohlbefinden – und es ist mir nicht gelungen.“

Das ist etwas anderes als: „Ich bekomme keine Wertschätzung.“ Und dieser Unterschied ist nicht klein. Der ist riesig, weil wenn du dich traust, dass auch aufrichtig auszudrücken, dann passiert etwas Magisches: Nämlich ehrliche Verbindung - UND ein echtes Gesehen werden!



Die Gedankenspirale, die uns runterzieht


Wenn wir in dem Glauben bleiben „Ich brauche Wertschätzung vom anderen“, dann hängen sich da schnell Gedankenketten dran:

  • Wenn ich nicht gesehen werde, fühle ich mich klein.

  • Wenn ich mich klein fühle, bin ich unwichtig.

  • Dann habe ich sowieso nichts zu sagen.

  • Dann ist das wertlos, was ich mache.

  • Wozu tue ich das überhaupt?

  • Und, und, und.

Das ist ein eigener Mechanismus. Wenn man da mal einsteigt, kann man sich volle Kanne runterziehen.


Sichtbar werden – und gleichzeitig Angst davor haben

Und jetzt kommt noch eine spannende Stelle: Wenn wir im Job etwas beitragen, ein Projekt voranbringen, uns einbringen – und dann erntet wer anderer die Lorbeeren – dann sind wir gekränkt, wütend, enttäuscht: Und weider dieser Satz: „Ich werde nicht wertgeschätzt.“

Und ich sage: Dann tu was dafür, gesehen zu werden – indem du aufrichtig für dich einstehst und sagst: „Ich möchte anmerken, dass das mein Beitrag war, und mir ist wichtig, dass das gesehen wird.“

Und gleichzeitig erlebe ich genau da oft den Teufelskreis: Viele Frauen haben den Wunsch, gesehen zu werden – und wenn ich sie ermutige, sich zu zeigen, dann geht’s nicht, weil da wieder die Angst hochfährt vor den Konsequenzen, wenn ich sichtbar bin.


Wie kommen wir da raus?

Ich glaube, wir kommen raus, indem wir Verantwortung dorthin nehmen, wo sie hingehört:

  • Verantwortung für meine Befindlichkeiten zu mir nehmen.

  • Verantwortung für mein Handeln zu mir nehmen.

  • Und Verantwortung, die anderen Menschen gehört, dort lassen.


Es gibt niemanden im Außen, der dich zwingen kann, etwas zu tun.

Du entscheidest dich – immer. Und wenn du dich entscheidest, etwas zu tun, dann übernimm auch die Verantwortung dafür (inklusive der Konsequenzen).

Und vielleicht ist ein Teil in dir nicht sauer, weil du keine Anerkennung bekommst – sondern vielleicht bist du sauer auf dich selbst, weil du dich davor nicht gezeigt hast. Weil du davor nicht zu dir gestanden bist. Weil du davor nicht gesagt hast: „Das mag ich eigentlich nicht tun, weil mir gerade etwas anderes wichtiger ist.“


Meine Einladung an dich

Schau mal hin – ganz egal, worum es geht:

Warum tust du Dinge? Welches Bedürfnis erfüllst du dir damit? Und: Wo könntest du dich früher sichtbar machen – statt später enttäuscht zu sein?


Und wenn dich das jetzt irgendwie antriggert, überfordert oder gleichzeitig neugierig macht (so dieses: „Autsch… ja… da ist was dran…“): Ich lade dich von Herzen ein in meine kostenlose Transformationswoche vom 19. bis 29. Jänner.

Wir tauchen an sieben Liveabenden genau in diese Themen ein: Ängste, Selbstempathie, innere Geschichten, Perspektivenwechsel, neue Mut-Sätze – und wie du dich wirklich umprogrammieren kannst. Es gibt zu allen Abenden Aufzeichnungen.

Wenn du dabei sein magst: Hier gehts zur Anmeldung: Vielleicht sehen wir uns ab 19. Jänner. Ich freu mich auf dich.

KOSTENLOSER ONLINE EVENT FÜR FRAUEN. DIE SICH NICHT LÄNGER ANPASSEN WOLLEN 19.1. - 29.1.2026. - 7 Live Sessions - inkl. Aufzeichnungen

Aufrichtig statt angepasst!
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